Selbstgemachte Extrawurst

Freitag, 7. Oktober 2016,

18:23

in Reise/ travel

Am Ende der Mittagspause wollte ich ein paar unterwegs aufgelesene Haselnüsse knacken - und bekomme den Zimmerschlüssel des zuletzt beehrten Hotels zwischen die Finger… Von dem Ort bin ich sicher schon 10km entfernt…
Nach gedanklichen an-die-Stirn-schlagen ging es an die Problemlösung:
Im nur 4km entfernten Ranchal gibt es eine Post. Nach Erreichen der Hauptstraße waren noch 3km übrig. Ein Franzose, der sich verfahren hatte, nahm mich netterweise bis Ranchal mit.
Die Post hat von 12 bis 16 Uhr geschlossen - es war 12:20…
Nächstes Vorhaben: jemanden überzeugen, den Schlüssel bei der Post für mich aufzugeben.
In dem menschenleeren Dorf sah ich zum Glück durch eine offene Wohnungstür eine ältere Frau hantieren.
Sie kannte jemand, der jemand in Proprières kennt, also gingen wir zu diesem Jemand. Es war nicht weit, der Jemand war eine sicher 15 Jahre jünger als die zuerst angesprochene Frau - höchstens 60.
Da die zweite Frau mit meinem Französisch nicht zufrieden war - sie hatte auch genug Grund dazu - gingen wir zu einem dritten Haus ein paar Meter weiter. Dort war Besuch aus Neuseeland, der gut übersetzen konnte:
Die zweite Frau kennt den ehemaligen Chef des jetzigen Rod & Seve in Proprières und wird ihm heut abend den Schlüssel geben. Die Neuseeländerin wollte noch telefonisch in den Hotel Bescheid geben.
Ich dankte allen vielmals und machte mich auf den Rückweg zu meinem Rucksack, den ich an der Kreuzung Croix Mont Pinay zurückgelassen hatte. Die letzten 700m wurde ich noch von einem weiteren Franzosen mitgenommen.
Im Vergleich zu dieser Geschichte ist heute sonst nicht viel weiter passiert. ;)

Ein Vorteil, den ich in dieser Geschichte neben der großen Hilfsbereitschaft sehe: in dem Dorf gibt es nun neuen Gesprächsstoff. (:



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